Von Weißenthurm auf die Nette-Obst-Runde

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Seit Frühjahr 2026 begleiten wir als TourGuides für den „BürgerSTÜTZPUNKT+“ der Verbandsgemeinde Weißenthurm in unregelmäßigen Abständen eine Radlergruppe mit unterschiedlichen Teilnehmern. Die Gemeinde verfügt über ein großes Freizeitangebot für die „Generation 50plus“ und hat dieses Format initiiert, um der Zielgruppe die Freude am E-Bike-Fahren zu vermitteln. Wir werden voraussichtlich in dieser Saison sechs Touren begleiten, die mal gemütlich, mal auch etwas anspruchsvoller sind.

Heute findet nun unsere erste Tour statt. Wir wollen in Teilen die „Nette-Obst-Runde“ in Angriff nehmen, eine eher gemütliche Strecke durch Streuobstwiesen und Felder und mit schönen Ausblicken. Nachdem der Mai schon mit sommerlichen Temperaturen gestartet war, ist es heute leider etwas ungemütlich kalt.

Wir ziehen uns warm an und radeln gemütlich zum Treffpunkt am Weißenthurmer Rheinufer. Eine Handvoll Mutiger hat sich trotz des Wetters eingefunden.

Es gibt eine kurze Vorstellungsrunde, Nina vom Bürgerstützpunkt wird uns begleiten und verteilt gelbe Warnwesten, damit wir als homogene Gruppe erkenntlich sind, denn der Sicherheitsaspekt soll nicht nicht ausser Acht gelassen werde. Wir geben noch ein paar Informationen und Tips zum Fahren in einer Gruppe. Dann geht es los.

Wir fahren auf dem Rhein-Radweg in Richtung Andernach, biegen dann an der Fährstraße ab auf den Vulkanpark-Radweg. Er führt uns unter der Bahn hindurch und überquert die Hauptstraße sowie das Flüsschen Nette. Dann radeln wir über Kopfsteinpflaster vorbei am Anwesen der Mennoniten Brüdergemeinde und vorbei an der Klinik Nette-Gut, einer Klinik für Forensische Psychiatrie.

Danach stoßen wir auf den Nette-Obst-Weg, der uns gemeinsam mit dem Vulkanpark-Radweg entlang der Nette durch Wiesen und Felder zunächst zum Gut Nettehammer, von dem man aber vom Radweg aus nicht viel zu sehen bekommt, und dann zum Örtchen Miesenheim führt.

In Miesenheim trennen sich Vulkanpark- und Nette-Obst-Radweg. Wir folgen letzterem ein Stück bergauf zunächst nach Saffig und dann wieder durch grüne Auen und Streuobstwiesen nach Kettig und Mülheim-Kärlich. Zwischen Saffig und Kettig legen wir noch eine kurze Rast ein, aber der kalte Wind pfeift hier oben ungemütlich, so dass wir uns bald wieder auf den Weg machen.

Vorbei am Schulzentrum, auf dessen Gelände auch Roberts E-Bike Sicherheitstrainings stattfinden, gelangen wir an den Ortsrand von Urmitz und verlassen hier den Nette-Obst-Weg. Bald darauf müssen wir die B9 unterqueren. Unser Weg führt uns nun parallel zu dieser, vorbei an Kiesgruben und dem ehemaligen Kernkraftwerk unter der Bahn hindurch zur kleinen Kapelle Am Guten Mann. Ihr statten wir einen kurzen Besuch ab – leider ist sie nur von außen zu betrachten, unterqueren dann die K44 und gelangen wieder auf den Rhein-Radweg, dem wir nun folgen bis zu unserem Ausgangspunkt in Weißenthurm.

Trotz etwas widriger Witterung war es eine schöne erste Tour. Wir freuen uns schon auf unser nächstes Treffen, das uns am 26. Mai zur Fähre Sankta Maria nach Rheinbrohl führen wird und radeln zufrieden heim.