Von Weißenthurm zur Sankta Maria

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Heute starten wir auf die zweite Tour mit den E-Bikerinnen und E-Bikern vom „BürgerSTÜTZPUNKT+“. Im Gegensatz zu unserer ersten Tour, meint Petrus es heute gut mit uns, und so radeln wir heute sogar kurzärmelig zu unserem Treffpunkt.

Die ersten erwarten uns bereits und nach und nach trudelt der Rest der Teilnehmenden ein – insgesamt sind es heute neun. Heute steht eine moderate Tour an. Wir wollen zur Fähre Sankta Maria nach Rheinbrohl radeln, dort übersetzen und auf der anderen Rheinseite zurückfahren.

Nachdem Nina wieder die gelben Westen verteilt hat, fahren wir zur Raiffeisenbrücke und hinüber auf die rechte Rheinseite nach Neuwied. Da sich der Uferweg derzeit in Bau befindet, müssen wir einen kleinen Umweg fahren, ehe wir unter dem Deich hindurch auf die schöne Promenade gelangen. Wir fahren vorbei am Biergarten, durch den Neuwieder Schlosspark und überqueren auf schmalem Weg neben der Eisenbahn die Wied-Mündung.

Der Wärme geschuldet, sind auch immer wieder Trinkpausen notwendig, die wir dann auch zu einem kleinen Schwätzchen nutzen können, denn während der Fahrt ist wenig Kommunikation möglich.

Hinter der Wiedmündung verlassen wir das Ufer. Der Radweg führt nun vorbei an den Neuwieder Ortsteilen Irlich und Feldkirchen, zwischen Bundesstraße und Weinbergen hindurch zum Weinörtchen Leutesdorf.

Wir werfen einen Blick auf das gegenüber liegende Andernach und das Naturschutzgebiet Namedyer Werth. Hier sprudelt der Andernacher Geysir, der mit einer Sprunghöhe von ca. 60 m der höchste Kaltwassergeysir der Welt ist. Während wir vorbeifahren, tut er uns den Gefallen allerdings nicht. Von Andernach aus kann man eine geführte Schiffstour hierher buchen.

Weiter gehts durch den Weinort Hammerstein und vorbei an der Rheinbrohler Ley, einem mit 198,5 m durchaus beeindruckenden Basaltfelsen. In Hammerstein begrüßt uns die denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Georg. Ganz in ihrer Nähe brannte vor einiger Zeit ein Wohnhaus lichterloh. Noch immer sieht man die verkohlte Ruine. Glücklicherweise sprang das Feuer nicht auf die alte Kirche über.

In Rheinbrohl fahren wir vorbei am Historischen Rathaus und der Gertrudenkapelle aus dem 13. Jahrhundert. Die Inschrift am Rathaus „Geburtsstätte des Elfhundertjährigen“ hat sich uns bisher nicht erschlossen, aber vielleicht können wir ihre Bedeutung ja irgendwann in Erfahrung bringen.

Im Ortsteil Arienheller macht uns die Nachbildung eines römischen Wachturmes darauf aufmerksam, dass hier seinerzeit der Obergermanisch-Raetische Limes begann.

Und schon begrüßt uns die Fähre „Sankta Maria“, mit der wir ans linksrheinische Ufer übersetzen und uns auf den Rückweg machen.

Unser Weg führt uns nun durch Brohl, vorbei am Bahnhof der Brohltalbahn, über Namedy mit seiner gleichnamigen Burg, nach Andernach. Ein paarmal müssen wir unsere Räder schieben, um Engstellen und Unterführungen zu passieren, was ein wenig lästig, aber unvermeidlich ist.

Durchs Andernacher Hafengebiet gelangen wir nun wieder ans Rheinufer und zurück nach Weissenthurm zu unserem Treffpunkt am Rheinufer, wo wir uns verabschieden. Eine schöne Tour, die allen viel Freude gemacht hat.

Wir fahren unseren gewohnten Weg zurück nach Hause, freuen uns schon auf unseren nächsten Ausflug und hoffen, dass wieder alle dabei sind.