Dienstag, 28.04.2026 – 3. Etappe von Nierstein über Mainz nach Bingen

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Mit etwa 54 km erwartet uns heute unsere „Königsetappe“, fast vier Stunden werden wir auf dem Rad zubringen und 110 hm bewältigen. Pünktlich um 9:45 Uhr versammeln wir uns im Hof, um nach Roberts Ansage um 10:00 Uhr zu starten.

Günter, unser zuverlässiger Begleiter, stellt uns die Räder bereit, so dass wir nur noch in den Sattel steigen müssen, nachdem wir uns mit unserer La Ola verabschiedet haben.

Ingrid, unser Schlusslicht, hat auf den beiden vorherigen Etappen feststellen müssen, dass ihre Stimme nicht ganz ausreicht, um vor Gefahren zu warnen, die sich uns von hinten nähern (z.B. überholende Rennradfahrer oder Autos). Glücklicherweise hat sie ihre alte Trillerpfeife von der „Met“ dabei, die ab heute zu aller Sicherheit, aber auch zu aller Belustigung zum Einsatz kommt. Klappt prima!

Nach einer zunächst landschaftlich recht schönen Strecke wird es wieder städtischer. Über Nackenheim, Laubenheim und den Mainzer Vorort Weisenau gelangen wir nach Mainz und statten dem Dom und der Altstadt einen Besuch ab. Kurz vorher konnten wir noch einen schnellen Blick auf die Main-Mündung werfen.

Auf dem Domplatz ist gerade Wochenmarkt, und es wird zur Herausforderung, den Trupp zusammenzuhalten. Nach kurzer Aufregung sind wir aber wieder vereint und steuern unser heutiges Mittagsziel Budenheim an, wo natürlich nicht nur Markus und Günter, sondern auch einige der örtlichen FSH-lerinnen mit Fähnchen und La Ola auf uns warten.

Markus, ein ADFC Tourguide, mit dem Ingrid und Robert ihre Ausbildung gemacht hatten und der in Budenheim wohnt, lässt es sich nicht nehmen, uns während seiner Mittagspause kurz zu begrüßen. Wir freuen uns sehr über diese spontane Begegnung.

Ab jetzt beginnt der wirklich schöne Teil der Strecke, bei dem wir den Rhein zu unserer Rechten haben. Über Deiche und durch Wiesen mit Schafen, Störchen und Kuckucksrufen streben wir unserem Ziel Bingen entgegen. Auf der hessischen Rheinseite, dem Weinanbaugebiet Rheingau, winkt uns die Kurfürstliche Burg Eltville zu, gefolgt u.a. von Oestrich-Winkel mit dem Oestricher-Kran, einem barocken Verladekran aus dem Jahre 1745.

Oberhalb von Rüdesheim, dem wohl bekanntesten und touristischsten Ort auf der Rheingauer Seite, sehen wir die Benediktiner Abtei St. Hildegard und das Kloster Mariental gefolgt vom monumentalen Niederwalddenkmal, das an die Deutsche Reichsgründung nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erinnert und zu dem man per Sesselbahn bequem gelangen kann.

Hier beginnt auch das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, das sich bis Koblenz durch das wunderschöne und enge Rheintal zieht.

Nun haben wir auch unser heutiges Etappenziel, das NH Hotel Bingen erreicht. Heute gibt es kein gemeinsames Abendessen, wir versorgen uns individuell in der Stadt oder an der schönen Rheinpromenade.

Hier die Strecke auf Komoot