The same procedure as every Day: Nach üppigem Frühstück starten wir pünktlich um 10:00 Uhr – natürlich mit La Ola und Startpfiff!!!
Gut 43 km liegen vor uns. Unser nächster Zwischenstopp findet am Deutschen Eck in Koblenz statt, wo wir natürlich wieder mit großem Bahnhof empfangen werden.


Eine steife Brise weht uns ins Gesicht als wir den Bopparder Hamm umfahren und wird uns auch für den Rest der Etappe erhalten bleiben. Der Bopparder Hamm ist die größte Schleife des Rheins, vergleichbar etwa mit der Saarschleife, und Namensgeber für die hier erzeugten Weine.
Der Radweg führt uns durch verschiedene kleine Orte wie Spay und Brey. Von gegenüberliegenden Ufer grüßt uns Braubach mit der stolzen Marksburg. Sie ist – abgesehen von den starken Beschädigungen, die der Anlage im März 1945 durch Artilleriebeschuss zugefügt wurden – die einzige nie zerstörte mittelalterliche Höhenburg am Mittelrhein.
Weiter geht es nach Rhens. Hier wird seit über 150 Jahren Mineralwasser industriell abgefüllt. Für durstige Reisende steht im Außenbereich ein Brunnen zur Verfügung, aber es würde wohl zu lange dauern, wenn wir hier alle unsere Flaschen auffüllen wollten. So fahren wir vorbei.
Nicht mehr weit, direkt gegenüber der Lahnmündung thront über uns das Schloss Stolzenfels. Die Anlage geht auf eine zerstörte Zollburg aus dem 13. Jahrhundert zurück und wurde erst Anfang des 19. Jahrhunderts vom preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm zum Schloss ausgebaut.
Wir befinden uns bereits auf Koblenzer Terrain. Vorbei am Biergarten der ehemaligen Königsbacher Brauerei und entlang des Stadions gelangen wir durch den Koblenzer Ortsteil Oberwerth zu den Koblenzer Rheinanlagen, einem 3,5 km langen Park mit Promenade. Sie bestehen aus Konrad-Adenauer-Ufer und Kaiserin-Augusta-Anlagen. Beim Kaiserin-Augusta-Denkmal hat der „Erklärbar“ wieder das Wort.


In den Koblenzer Rheinanlagen befand sich übrigens das Geburtshaus des früheren französichen Staatspräsidenten und Koblenzer Ehrenbürgers Valéry Giscard d’Estaing, der im Februar diesen Jahres 100 Jahre alt geworden wäre.

Nun wird es wieder etwas städtischer und verkehrsreicher. Vorbei am Kurfürstlichen Schloss gelangen wir zum Deutschen Eck mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal.
Nahe dem Wasserspielplatz ist unser Pavillon aufgebaut, wo wir von zahlreichen Mitgliedern der Koblenzer Ortsgruppe der FSH stürmisch empfangen werden. Natürlich fehlen auch die kulinarischen Schmankerln nicht.


Ein Reporter der Rheinzeitung interviewt unsere Multi-Media-Expertin Sandra und einige weitere Frauen, und Burkhard animiert uns zu einem lustigen Tanz nach Miriam Makeba’s Pata Pata. Hier ist insgesamt ein lebhaftes Gewusel, aber bald müssen wir wieder aufbrechen.
Nach einem kurzen Stück durch die Koblenzer Altstadt, führt uns die steinerne Balduin Brücke über die Mosel, die hier in den Rhein mündet. Die Balduin Brücke wurde im 14. Jahrhundert erbaut und ist die älteste erhalten Brücke der Stadt. Sie führt uns in die nördlichen Stadtteile Lützel und Neuendorf. Entlang des Rheins passieren wir Campingplatz, Grillwiese und Fußballplatz, müssen dann aber das Hafengebiet umfahren. Da hier eine große Baustelle ist, ist es ein wenig unangenehm, aber wir sind ja inzwischen geübt und eingespielt.
Im Vorbeifahren grüßen wir auf der gegenüberliegenden Rheinseite die mächtige Festung Ehrenbreitstein. Sie thront auf schroffen Felshängen martialisch über dem gleichnamigen Koblenzer Stadtteil, wo unser „Erklärbär“ sein Zuhause hat.

Dann geht es weiter entlang des Rheinufers bis Weissenthurm, wo wir mittels der Raiffeisenbrücke den Fluss überqueren und an die Neuwieder Rheinpromenade mit ihrem schönen Biergarten gelangen.
Auch hier erwartet uns natürlich wieder unser FSH-Fangemeinde. Eigentlich sollten uns hier auch die Fürstin zu Wied und der Oberbürgermeister Jan Einig empfangen, aber beide mussten leider wegen dringender Termine absagen. Schade!
Nicht weit entfernt ist unsere heutige Residenz, das Food Hotel. Da auf dem Weg dorthin einige Bauarbeiten im Gange sind, verteilt Robert noch kleine Pläne, anhand derer alle leicht zum Hotel finden können.
Und am Abend geht’s in die Pizzeria La Palma, angeblich Neuwieds bestem Italiener.
Hier die Strecke auf Komoot
