Freitag, 01.05.2026 – 6. Etappe von Neuwied nach Bad Honnef

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Das Food Hotel nennt sich auch Supermarkt-Themenhotel und hat lustige Zimmerkonzepte. Wir tauschen uns erst einmal über unsere Zimmer aus. So hatten Robert und Ingrid beispielsweise das EDEKA-Zimmer, Gerd das Currywurst-Zimmer mit Ketchup-Dusche, Sandra das Rundschau-Zimmer, Sabine das Früh-Kölsch-Zimmer usw. usw. Und Manu verkündet stolz das Königinnen-Zimmer ergattert zu haben.

Das Frühstücksbuffet ist entsprechend, lässt keine Wünsche offen und überfordert fast ein bisschen. Was mit all den Lebensmitteln geschieht, die nicht verzehrt werden, darf man sich wohl besser nicht fragen…

Wie jeden Morgen um zehn begeben wir uns auf unsere vorletzte Etappe, natürlich nicht, ohne uns mit La Ola verabschiedet zu haben. Heute sind es noch 38 km, die wir auf der rechten Rheinseite beginnen.

Seit heute Morgen sind auch Ute und Stefan wieder dabei. Die beiden hatten beim Sicherheitstraining in Mannheim Feuer gefangen und spontan beschlossen, uns über das lange Wochenende noch nach Bonn zu begleiten. Wir freuen uns sehr über diesen Zuwachs.

Wir fahren wieder zum Biergarten am Deich, durch den Neuwieder Schlosspark und überqueren auf schmalem Weg neben der Eisenbahn die Wied-Mündung. Hier verlassen wir das Ufer. Der Radweg führt nun zwischen Bundesstraße und Weinbergen hindurch und zum Weinörtchen Leutesdorf.

Gegenüber liegt das Naturschutzgebiet Namedyer Werth. Hier sprudelt der Andernacher Geysir, der mit einer Sprunghöhe von ca. 60 m der höchste Kaltwassergeysir der Welt ist. Während wir vorbeifahren, tut er uns den Gefallen allerdings nicht. Von Andernach aus kann man eine geführte Schiffstour hierher buchen.

Weiter gehts durch Hammerstein und vorbei an der Rheinbrohler Ley, einem mit 198,5 m durchaus beeindruckenden Basaltfelsen.

Im Rheinbrohler Ortsteil Arienheller befindet sich das Erlebnismuseum RömerWelt. Hier befand sich der Anfang des Obergermanisch-Raetischen Limes. Die Nachbildung eines römischen Wachturmes am Wegesrand macht uns darauf aufmerksam.

Nun gelangen wir zur Fähre Sankta Maria, die uns wieder zum linksrheinischen Ufer bringt.

Auf der neuen Brücke – die ehemalige schöne überdachte Brücke ist 2021 leider dem schrecklichen Hochwasser zum Opfer gefallen (wir haben hier noch ein altes Foto eingebaut) – überqueren wir die Ahr-Mündung und gelangen nach Kripp, wo am Kirmesplatz wieder Markus und Günter unser Mittagsbuffet bereitet haben.

Nach der Mittagspause geht es weiter nach Remagen. Düster ragen auf beiden Rheinseiten die Brückenköpfe der Ludendorff-Brücke als ein Mahnmal in den Himmel. Sie war einst eine zweigleisige Eisenbahnbrücke zwischen Remagen und Erpel und wurde im 1. Weltkrieg erbaut und in der Schlussphase des 2. Weltkrieges gesprengt. Durch den US-Kriegsfilm „Die Brücke von Remagen“ erlangte sie in den 1970er Jahren noch einmal besondere Bekanntheit.

In den diesseitigen Türmen ist das „Friedensmuseum Brücke von Remagen“ untergebracht. Es dokumentiert am historischen Schauplatz die Ereignisse um Eroberung und Zerstörung der Brücke und soll Lernort für Völkerverständigung und Friedensarbeit sein.

Für uns geht es weiter über Oberwinter zum Rolandseck. Hier setzen wir noch einmal per Fähre auf das andere Rheinufer über. Ungeduldig werden wir hier schon von den örtlichen FSH-Mitgliedern erwartet.

Unser Empfangskommittee hält auch eine Überraschung für uns bereit:

Ulla Fritz aus der FSH-Gruppe Bonn wartet mit ihrer Harley auf uns. Ulla ist die älteste Harley-Fahrerin Deutschlands. Sie geleitet uns mit Ihrem „Moped“ von der Fähre zum Hotel Seminaris.

Das Seminaris ist, wie der Name schon vermittelt, ein riesiges Seminar- und Tagungshotel. Beim Einchecken herrscht das helle Chaos. Wohl durch die Nähe zu Bonn und der dortigen Veranstaltung „Rhein in Flammen“, die in diesem Jahr letztmalig hier stattfindet, sowie das schöne Wetter, haben sich etliche Wochenendtouristen eingefunden und überfordern den Empfang ein bisschen. Während wir uns in Gelassenheit üben und warten, erfahren wir, dass im Garten ein Grillabend geplant ist. Somit ist unser Abendessen gesichert.

Hier die Strecke auf Komoot