Dieses wird also unsere letzte Etappe sein, nur knappe 20 km lang. Noch einmal heißt es: „10 Uhr Abfahrt!“, noch einmal stellt uns Günter die Räder bereit. Noch einmal „La Ola“ und Startpfiff.
Auf uns wartet zwar heute in Bonn das tolle Event „Rhein in Flammen“, doch ein bisschen Wehmut schleicht sich schon ein, wenn einem bewußt wird, dass der Abschied naht.
Unser Weg führt uns immer am Rheinufer entlang – Konrad Adenauers Heimatort Rhöndorf unterhalb des Drachenfels, den wir schon vom gegenüberliegenden Ufer bewundern durften, Königswinter, Beueler Ufer…
Hier sind die Radwege schön zu fahren, allerdings ist langes Wochenende und viel Betrieb, so dass Ingrids Trillerpfeife und der Ruf „Überholer!!!“ häufiger als sonst zum Einsatz kommen muss. Aber als inzwischen perfekt eingespieltes Team klappt alles unfallfrei.


Eigentlich hätten wir bereits in Beuel über die Konrad-Adenauer-Brücke direkt zu unserem Treffpunkt fahren können, aber Robert führt uns einen Umweg über die Kennedy-Brücke auf die Bonner Seite. Hier verläuft unser Rheinradweg parallel mit der Pilgerroute EV3, die auf 5.650 km von Trondheim nach Santiago de Compostela führt und dem EV4, der Mitteleuropa-Route, die sich über 5.050 km von Roscoff in Frankreich bis nach Kiew erstreckt.
Noch ein bisschen Stadtverkehr, und wir erreichen unseren Zielpunkt in der Bonner Rheinaue, wo wir natürlich wieder von fröhlichen Menschen mit großem Hallo und guter Verpflegung empfangen werden. Fotos, Videos, viele Umarmungen, Dankesreden und ein letzter Trillerpfiff mit ein paar Tränchen in den Augen. Es war sooo schön!!!
Eine letzte „La Ola“! Einige verabschieden sich bereits, einige werden abgeholt, fahren per Bahn zurück oder weiter, fahren mit dem Rad nach Hause. Wir Verbliebenen machen uns auf ins Maritim Hotel und verabreden uns noch locker für den Abend, denn das Fest und das große Feuerwerk wollen wir uns ja alle nicht entgehen lassen.





Am Ende entschließen wir beide uns aber, den Abend im Hotel ausklingen zu lassen und uns das Feuerwerk von unserem Zimmerfenster im 6. Stock aus anzuschauen. Es war für uns und unsere Kollegen eine Woche lang volle Konzentration, die nun allmählich von uns abfällt. Wir schlafen wie die Murmeltiere.
Hier die Strecke auf Komoot
