Nach reichhaltigem Frühstücksbuffet machen wir uns gemeinsam mit Gerd auf den Weg zum Lessing-Gymnasium. Bald finden sich auch Ute und Stefan ein, die beiden Sicherheitstrainer vom ADFC Worms, die Gerd und Robert unterstützen wollen. Schnell werden die beiden Parcours aufgebaut, und schon bald trifft auch die Gruppe ein.



Es wird fleißig geübt, und mit Fug und Recht kann man sagen, dass alle neue Erkenntnisse mitnehmen und eventuelle Unsicherheiten beseitigen können. Wie sinnvoll und wichtig dieses Sicherheitstraining ist, dürfen wir während der gesamten Tour noch mehrfach feststellen.
Da nicht alle im Fahren in der Gruppe geübt sind, gibt es zum Schluss noch einige Verhaltensregeln – Kommandos, Handzeichen, Weitergabe von Informationen etc.
Sogar die Schulleiterin stattet uns gegen Ende noch einen Besuch ab, was nicht selbstverständlich ist. Sie ermöglicht es uns, vor dem Start noch einmal die Toilette aufzusuchen und nimmt auch den Schlüssel wieder in Empfang, so dass wir uns den Schlenker zum Hausmeister sparen können.
Gemeinsam fahren wir dann zum Fernmeldeturm im Luisenpark. Hier findet der offizielle Tour-Start statt. Wir werden schon ungeduldig erwartet und mit Blasmusik und großem Bahnhof empfangen. Zum Klang von „Ja, mir san mi’m Radl da“ des Orchesters „Blau-Weiss Waldhof“ rollen wir ein.



Frau Barbara Lang, die Landesvorsitzende der FSH Baden-Württemberg sowie Mannheims Oberbürgermeister Thorsten Riehle begrüßen uns. Frau Lang informiert über die Gründungsgeschichte der FSH, die, wie schon erwähnt, in Mannheim ihre Geburtsstunde erlebte und in diesem Jahr ihr fünfzigjähriges Jubiläum feiert.
Nach dem Genuss des reichhaltigen Buffets, das von den Mitgliedern liebevoll und fantasiereich hergerichtet worden war (von den veganen Mettbrötchen haben wir eingangs schon berichtet), machen sich unter lautem Jubel und mit La Ola rund 30 Frauen, alle mit Krebs-Erfahrung und ehrenamtlich in der Selbsthilfe engagiert, sowie eine Handvoll mitradelnder Männer auf den Weg nach Bonn, dem heutigen Hauptsitz der FSH.
Begleitet werden sie von uns ADFC Tourguides – Gerd, Robert, Ingrid und ab Bingen noch Klaus. Auch Ute und Stefan begleiten uns auf dieser ersten Etappe, da sie in Worms zuhause sind. Dass sie dann später noch einmal mit uns fahren werden, wissen wir noch nicht.
Begleitet werden wir auch von Markus mit dem Tour-Bus und Günter mit dem zweiten Begleitfahrzeug. Die beiden versorgen uns auf das Beste – sowohl kulinarisch als auch technisch. Günter und seine mitradelnde Frau Gisela sind alte „Radhasen“ und die ältesten Tour-Teilnehmer – Hut ab!!!
Ein bisschen ist es wie der Start der Tour de France. Doch bei unserer Tour geht es nicht um Sieg und Konkurrenz, sondern hier sind wir gemeinsam stark.
Die Fahrt durch Mannheim mit der großen Gruppe ist etwas anstrengend und erfordert höchste Konzentration. Die Strecke führt uns zunächst entlang des Neckars bis zu seiner Mündung, dann rechtsrheinisch über die Friesenheimer Altrheininsel nach Sandhofen.
In einem Telefonat mit dem Fährmann müssen wir leider erfahren, dass die kleine Fähre „Emma“, die uns über den Altrheinarm bringen sollte, vor Mitte Mai/Anfang Juni nicht in Betrieb sein wird. Gut, dass wir nachgefragt haben. Nun steht uns allerdings ein Umweg über die Brücke bevor, der zur Folge hat, dass wir weit mehr Stadtverkehr zu überwinden haben als geplant. Aber gemeinsam meistern wir das hervorragend.

Nach gut 30 km und etwa 2 1/4 Stunden erreichen wir unser erstes Etappenziel Worms. Via Nibelungenbrücke gelangen wir zum Küchlerplatz, wo uns Oberbürgermeister Adolf Kessel schon erwartet und eine Ansprache hält. Auch hier begrüßen uns natürlich örtliche FSH-Mitglieder und eine Gesandtschaft der Pink Paddler Worms, die im Drachenboot gegen den Brustkrebs paddeln.
Unsere heutige Unterkunft ist das Hotel Altes Ruderhaus, direkt am Winterhafen gelegen. Als eine Art Jugendherberge angekündigt, entpuppt es sich als ein schönes kleines Hotel mit hübschen Zimmern und einem guten Restaurant. Mit Blick auf den Rhein nehmen wir unser Abendessen ein und können unsere erste Etappe noch einmal Revue passieren lassen.



Unsere Räder können wir hier leider nicht in einem abgeschlossenen Raum unterstellen, aber Günter platziert sie in einer ordentlichen Reihe vor dem Hotel und schließt sie mit einer langen Kette aneinander. Regen ist ja nicht in Sicht.
Und hier die Strecke auf Komoot
