FSH-Radtour von Mannheim nach Bonn


Ein bereicherndes Erlebnis

Vor einigen Monaten wurden wir vom ADFC gefragt, ob wir bereit wären, Ende April/Anfang Mai als Tourguides eine etwa dreißigköpfige Radlerinnengruppe der Frauenselbsthilfe Krebs anlässlich ihres fünfzigjährigen Jubiläums auf einer siebentägigen Radwanderung zu begleiten.

Wir mussten nicht lange überlegen. Das, was wir lieben, nämlich Radfahren, mit einem solchen Event zu verbinden, wurde uns zur Herzensangelegenheit.

Die Tour sollte von Mannheim, wo die FSH 1976 gegründet wurde, zu ihrem heutigen Hauptsitz nach Bonn führen. Sie steht für Mut, Zusammenhalt und Lebensfreude trotz Krebs, will aufräumen mit gängigen Vorurteilen und sichtbar machen, wie viel Stärke und gegenseitige Unterstützung in der Gemeinschaft steckt.

Robert arbeitete per Komoot die Strecke aus. Die weitere Organisation wie Hotelbuchungen etc. oblag der FSH.

Alle Teilnehmer wurden mit grünen Softshell-Westen ausgestattet, die uns unterwegs gute Dienste leisteten, denn morgens war es durchaus noch recht kühl. So zog sich die Gruppe wie ein grüner Lindwurm durch die wunderbare Landschaft und erregte viel Aufmerksamkeit.

Inzwischen sind die grünen Westen und die bunten FSH-Shirts der Teilnehmerinnen gewaschen, und wir versuchen, wieder in unserem Alltag anzukommen, was gar nicht so einfach ist.

Noch immer sind wir erfüllt von all den Ereignissen und den Menschen, die uns gelehrt haben, dass trotz schwerer Erkrankung noch eine Menge geht. Der liebe-, respekt- und rücksichtsvolle Umgang miteinander, die Aufmerksamkeit, die Disziplin während der Fahrt, aber auch der Mut und die Lebensfreude, mit der alle unterwegs waren, darf wohl als einzigartig bezeichnet werden. Das Motto der FSH – mutig, bunt, aktiv – wurde hier auf wunderbare Weise mit Leben gefüllt.

Immer wieder wurden wir unterwegs verwöhnt. Wir waren in tollen Hotels untergebracht, wo wir schon am Morgen reichhaltige Frühstücksbuffets kredenzt bekamen. Und während der Mittagsrast versorgten uns nicht nur unsere Helden Markus und Günter, sondern auch zahlreiche Mitglieder der jeweiligen FSH-Ortsgruppen kulinarisch auf das Feinste. Hungern und dursten musste niemand. Danke euch allen!

Ein ganz besonderes Schmankerl – das muss hier erwähnt werden – waren die veganen Mettbrötchen, die uns in Mannheim gereicht wurden, und die eingefleischte Veganer wie auch Fleischesser gleichermaßen in Verzückung und Bewunderung versetzten. Inzwischen ist auch das Geheimnis um Rezept und Zutaten gelüftet.

Unser Dank geht auch an Petrus, der uns von A bis Z bestes Wetter bescherte – wenn Engel reisen, und last but not least an die Multi-Media-Expertinnen, die laufend auf den FSH Social Media Plattformen berichteten und erreicht haben, dass mittlerweile diverse Zeitungsartikel erschienen sind.

Wir Tourguides waren schnell Teil der Gemeinschaft und erhielten von allen Seiten viel Wertschätzung für unseren Einsatz. Nicht nur für die Teilnehmenden, sondern auch für uns war es ein Erlebnis, das wir sicher nicht vergessen werden.

Unsere Tour führte uns nahezu ausschließlich über den Rheinradweg, den europäischen Radfernweg Eurovelo 15 (EV15). Er führt insgesamt durch fünf Staaten vom Quellgebiet des Rheins in den Schweizer Alpen bis zu seiner Mündung bei Rotterdam.

Den unzähligen Sehenswürdigkeiten auf unserem Weg konnten wir leider nur sehr begrenzte Aufmerksamkeit schenken. Deshalb gehen wir in unserem Blog noch ein wenig darauf ein und haben etliche verlinkt, so dass Interessierte ihr Wissen nachträglich vertiefen können.